LOB & ANERKENNUNG 2013

Bereits zum fünften Mal wurden Schülerinnen und Schüler für besondere Verdienste ausgezeichnet. Diese feierliche Zeremonie fand am letzten Schultag vor den Sommerferien 2013 in der vollbesetzten Stadthalle statt.

 

Wie immer, brachte es Herr Schepp treffend formuliert auf den Punkt, was das Besondere an den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2012/2013 ausmachte.

 

Im Folgenden zitiere ich die Rede von Herrn Schepp:

"Liebe Schülerinnen und Schüler,

 

heute ist es wieder soweit. Wir wollen zum fünften Mal Schülerinnen und Schüler auszeichnen, die sich in diesem Schuljahr besonders einsatzbereit für unsere Schule gezeigt haben. Dabei geht es wie immer nicht darum, ob die schulischen Leistungen tadellos waren, sondern wir schauen für diese Veranstaltung darauf, welche Schülerinnen und Schüler sich für uns alle eingesetzt haben und wer für unsere Schulgemeinschaft Tolles geleistet hat.

 

Unsere Schule lebt davon, dass es mehr ist als ein Ort, an dem Klassenarbeiten und Tests geschrieben und Zensuren verteilt werden. Klar, das gehört auch dazu, aber ganz wichtig ist doch den Meisten auch, dass dies ein Ort ist, an dem wir uns begegnen, gemeinsam etwas lernen — und glaubt mir, auch die Lehrer lernen stets dazu —, viel Zeit miteinander verbringen und häufig genug die Freuden und Traurigkeiten, die man so erlebt, miteinander teilen.

 

Wir alle möchten uns an dieser Schule wohlfühlen. Natürlich, jeder hat seine Aufgabe. Die Lehrer sollen uns Wissen vermitteln, uns beim Lernen unterstützen, auch mal Ratgeber sein, euch begleiten; die Schulleitung soll wie der Kapitän auf einem Schiff die Richtung angeben, in die unsere Schule steuert, Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern sein, Klassenlehrer festlegen, Fachlehrer einsetzen und vieles mehr - und die Schüler sollen lernen und miteinander gut auskommen, damit wir keinen Streit und keinen Stress an der Schule haben. Manchmal klappt das nicht so gut, aber meistens schon.

 

Damit das alles gut funktioniert, muss jeder seine Aufgaben erfüllen. Aber das alleine reicht noch nicht, damit dies ein Ort ist, zu dem wir alle gerne kommen.

Es gehört noch mehr dazu. Die so genannte Atmosphäre muss stimmen, die Freundlichkeit, sich gegenseitig sehen und wahrnehmen und das Gefühl muss da sein, dass wir alle uns der Eider Treene Schule zugehörig fühlen. Wir möchten das jeder gerne und mit Stolz sagen kann: “Das ist meine Schule!”

 

Damit diese Atmosphäre stimmt, kann man einiges tun. Wir können darauf achten, dass wir die Schule nicht vermüllen, dass wir uns grüßen, wenn wir uns sehen; dass wir bei Konflikten vernünftig miteinander umgehen und nicht gleich durchdrehen, dass wir uns umeinander kümmern, wenn jemand Hilfe braucht. Das sind Dinge, die oft gar nicht jeder mitbekommt, aber die nötig sind, damit wir uns wohlfühlen können. Es gibt Schülerinnen und Schüler, die tun etwas für unsere Schulgemeinschaft, und viele bemerken das gar nicht. Sie tun das nämlich unauffällig und selbstverständlich. Und sie tun es nicht, weil sie Lob haben wollen, sondern weil es für sie gar keine Frage ist, zu helfen, wo es gerade nötig ist. Dafür muss man ein Auge haben, ein Gespür. Viele von euch haben so ein Auge. Ihr seht genau, wo und wann man euch braucht. Manchmal tun wir dann doch nichts, weil es bequemer ist sich nur um sich zu kümmern. Aber andere werden dann aktiv und bieten sich an. Oder aber sie leisten für unsere Schule etwas - wie bei Sportveranstaltungen - und freuen sich, die Eider Treene Schule bekannt zu machen und zu zeigen, dass diese Schule ganz viel Charme hat, dass wir freundlich und fröhlich sind und jeder willkommen ist und seine Chance bekommt.

In nächster Zeit werden wir, wenn wir in der Mensa etwas kaufen möchten, eine Mensa-Karte oder auch Schülercard anbieten, sodass man kein Bargeld mehr mit sich herum-tragen muss und bequem mit dieser Karte bezahlen kann. Uns war wichtig, dass diese Karte nicht schlicht und langweilig aussieht, sondern dass sie den Charme unserer Schule zeigt. Da es eure Karte sein wird, solltet ihr auch bei der Gestaltung der Karte eingebunden werden. Ein Schüler-Vorschlag hat uns überzeugt und wird nun zukünftig auf dieser Karte zu sehen sein. Die Schülerin, deren Vorschlag wir angenommen haben, ist eine Schülerin, die ab dem nächsten Schuljahr nicht mehr bei uns sein wird, weil sie die Schule gerade erfolgreich abgeschlossen hat, aber wir wollen es nicht verpassen, ihr für ihren Einsatz zu danken. Sie ist eine ruhige junge Frau, die aber weiß, was sie will. Unaufdringlich ist sie und sie hat Ziele vor Augen, wie wir alle Ziele haben sollten. Die Eider-Treene-Schule dankt Süntje Bischoff und wünscht ihr auf ihren weiteren Lebensweg nur das Beste.

 

Der nächste Schüler, den wir auszeichnen wollen, ist ein freundlicher junger Mann, den wir alle mögen, weil er nicht nur an sich denkt, sondern auch die Probleme von anderen erkennt und hilft. Er hat meistens gute Laune, kann andere motivieren und aufmuntern - und das ist für eine Schulgemeinschaft unendlich wichtig. Er hat einer Mitschülerin geholfen, dass sie erfolgreich ihre mündliche Englischprüfung absolvieren kann, hatte gute Ideen und sollte für uns alle ein Vorbild sein, wie man für andere da sein kann. Wir danken ihm ganz herzlich und möchten ihm als Eider-Treene-Schule unsere Anerkennung aussprechen.

Wir danken Bahne Wolff.

 

Wenn eine Klasse einen Klassenraum verlässt, dann drehen sich die Wenigsten noch einmal um, um zu schauen, wie es in der Klasse aussieht. Wir kennen das alle. Da liegen noch Papierschnipsel auf dem Boden, da sind Stühle noch nicht hochgestellt, Bücher liegen noch auf Tischen - wir verlassen den Raum, als wären wir auf der Flucht. Das ist nicht schön und es würde ja wenig Mühe kosten, wenigstens dafür zu sorgen, dass der eigene Platz wieder gut aussieht. Aber es gibt auch andere. Im NaWi-Unterricht ist uns jemand positiv aufgefallen. Er teilt die Bücher an seine Mitschüler aus, er sammelt sie von denen ein, die sie nicht wieder zurückbringen, er stellt die Stühle hoch und räumt auf. Dazu muss er nicht aufgefordert werden, er macht es einfach. Er hätte es natürlich viel einfacher, wenn alle andere auch mitdenken würden, vielleicht sollten wir uns daran wieder mehr erinnern. Wir wollen diesem Schüler danken und ihn dafür loben, dass er sich an unserer Schule wohlfühlen möchte und dafür auch etwas tut. Die Eider-Treene-Schule spricht ihm Anerkennung aus: Christoph Samow.

 

Als nächstes und letztes wollen wir eine Gruppe von 5 Schülerinnen auszeichnen, die in den letzten 2 Wochen jede Pause in der neuen Schülerbücherei gearbeitet hat. Sie haben Bücher in den PC eingegeben, in die Regale sortiert und Plakate gemalt und angebracht. Sie haben das so gewissenhaft und fleißig getan, dass Frau Green nur staunen konnte. Weil sie so aktiv gewesen sind, kann die Schülerbücherei im nächsten Jahr starten! Für diese tolle Leistung wollen wir uns bedanken und diese 5 Schülerinnen ausdrücklich loben.
Es sind Jana Hardtke, Michelle Laß, Laura Lesch, Sara Sönnichsen und Hanna Krüger.

 

Abschließend möchte ich euch bitten zu überlegen, was ihr noch für unsere Schule tun könnt, damit dies ein angenehmer Ort ist. Jeder kann etwas, jeder hat eine Begabung, jeder ist für diese Schule verantwortlich."   

 

Fotos: Herr Nickel