SITZUNG DES SCHUL- UND SPORTAUSSCHUSSES

Wichtig für den modernen Unterricht: Telse Schreiber zeigt ein „Whiteboard“, im Hintergrund eine herkömmliche Schultafel. Foto: wis
Wichtig für den modernen Unterricht: Telse Schreiber zeigt ein „Whiteboard“, im Hintergrund eine herkömmliche Schultafel. Foto: wis

HUSUMER NACHRICHTEN

 

Mit Halteverbot für Sicherheit sorgen

19. Oktober 2010 | 04:05 Uhr | Von wis

 

"Da alle anderen mit diesen Neuheiten arbeiten, wollen wir nicht zurück stehen", erklärte Schulleiter Hans-Jürgen Sörensen in der jüngsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses, "auch wir möchten statt der alten Kreidetafeln nun 'Whiteboards' einführen". Sörensen, nahm in der Aula seiner Grundschule, in der die Sitzung stattfand, Bezug auf einen der höheren Posten in seinem Etat für 2011, der mit rund 6000 Euro zu Buche schlägt. Ein "Whiteboard" (weiße Tafel) ist im Gegensatz zur herkömmlichen Schultafel, auf der mühsam mit Kreide geschrieben werden muss, eine Art beschreibbarer Bildschirm, auf dem Bilder, Texte oder Formulare per Computer dargestellt werden können. Solche Einrichtungen sind an der Gemeinschaftsschule bereits zum Teil im Einsatz.

Ansonsten stehen für die Grundschule (inklusive dem Förderzentrum) im kommenden Jahr 54 846 Euro zur Verfügung, das sind rund 4000 Euro weniger als im Jahr 2010. Für die Außenstelle in Oldenswort kommen noch 20 400 Euro hinzu.

Ganz anders sieht dagegen der Etat für die Gemeinschaftsschule aus: Gut 819 300 Euro sollen im Jahr 2011 ausgegeben werden, für die Außenstelle in Friedrichstadt sind 124 698 Euro geplant. Marc Harslem, Konrektor der Gemeinschaftsschule, wies aber darauf hin, dass allein 737 750 Euro für die Neuausstattung des Anbaus und der sanierten Räume benötigt würden. Ohne diesen notwendigen Ausbau würde 110 000 Euro genügen. Die Ausschuss-Mitglieder genehmigten die Etats aller Schulen einstimmig.

Hauke Schmidt (AWT), Vorsitzender des Ausschusses, sprach wieder einmal das Thema Verkehrssicherheit der Schüler in der Badallee an: "Wir haben durch die Gemeinschaftsschule jetzt deutlich mehr Schüler aus den umliegenden Orten, die mit der Bahn fahren. Der Bahnhof aber liegt auf der anderen Straßenseite, so dass die Badallee überquert werden muss, und nun wäre es Zeit für einen Zebrastreifen mit Bedarfsampel." Bürgermeister Frank Haß sah hier durchaus eine neue Situation durch die vergrößerte Schule und den Campingplatz, wollte aber keine großen Hoffnungen wecken. "Bisher hat der Kreis dieses Ansinnen immer wieder abgelehnt", so Haß. "Wir werden aber erneut einen Antrag stellen und diesen gut begründen." Er schlug vor, schon einmal ein Halteverbot einzurichten, denn häufig würden die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und dort abholen, immer wieder die Badallee im Schulbereich blockieren, was zur Gefährdung derjenigen Kinder führe, die über die Straße müssen. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig.

Rektor Sörensen bezeichnete die "offene Ganztagsschule", die es seit November 2009 am Ostertor gibt, generell als Erfolg. Von den 180 Schülern seiner Einrichtung würden immerhin 130 die Angebote wahrnehmen, jedoch mit einer deutlichen Einschränkung: "Der Preis für das Mittagessen ist nach Meinung der Eltern zu hoch, so dass die Zahl der Teilnehmer am Essen drastisch abgenommen hat." Auch Telse Schreiber, Chefin der Gesamtschule, schlug in die gleiche Kerbe: "Früher hatten wir 80 Essens-Teilnehmer, jetzt sind es gerade so um die 20." Heinrich Pieper, Büro leitender Beamter der Stadt Tönning, führte aus, dass die Stadt keine direkte Bezuschussung leiste, da die entsprechenden gesetz lichen Regelungen noch nicht vorliegen. Man werde aber zu gegebener Zeit reagieren.

Für die Gemeinschaftsschule wird noch ein passender Name gesucht, der auch für die Außenstelle Friedrichstadt gelten soll. Die Fraktionen haben (bis auf die CDU) ihre Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Für die CDU ist bereits jetzt die Bezeichnung "Eider-Treene-Schule" der Favorit.