FEUERALARM WAR ZUM GLÜCK NUR ÜBUNG

„Aufgrund eines technischen Defekts bitten wir Sie, das Gebäude zu verlassen und den Anweisungen der Lehrkräfte zu folgen!“

 

 

Diese Durchsage, begleitet von einem akustischen Signal, hörten die 399 Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und das weitere Personal am vergangenen Freitag um 8:26 Uhr an der Eider-Treene-Schule in Tönning.

 

Innerhalb von zwei Minuten hatten alle die Schule verlassen und standen am vorgegebenen Sammelpunkt auf dem Schulhof. Aus einem Klassenraum drang Rauch. Die Fenster schlossen sich sofort automatisch. Weitere drei Minuten später fuhren zwei Einsatzfahrzeuge mit insgesamt elf Einsatzkräften auf den Hof.

 

Der stellvertretende Schulleiter Marc Harslem konnte durch die bereitgehaltenen Klassenbücher die Vollständigkeit der Schülerinnen und Schüler feststellen.

 

Doch was war das? Eine Schülerin fehlte. Umgehend wurde sie gesucht – und gefunden.

 

Feuer! Feuer? Nein, nur eine bis ins Detail geplante Übung, von der außer der Schulleitung nur der Führungsstab der Feuerwehr wusste. Auch das Fehlen der Schülerin war natürlich kein Zufall.

 

 

Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Ortswehrführer Stefan Klützke, äußerte sich im Anschluss: „Wir sind mit der zügigen, geordneten Evakuierung der Schule sehr zufrieden.“

 

Auch Marc Harslem erwartet in der Nachbesprechung keine Beanstandungen. Er bedankte sich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Tönning, die sich in ihrer Freizeit die Zeit für die Übung genommen hatten. Um 09.00 Uhr war alles schon wieder vorbei und der Schulalltag ging unaufgeregt weiter.

 

Text: Frau Green, Frau Lenz

Fotos: Feuerwehr Tönning